Meditation der Dankbarkeit

Eine Herzfokus-Meditation – vielleicht die wirkungsvollste Übung überhaupt!

Danken öffnet das Herz. Nichts ist für dich präsent, wenn du es nicht wahrnimmst. Alles entfaltet seinen vollen Wert für dich, wenn du diesen anerkennst und wertschätzt. "Danken" heisst einfach erstmal dran "denken". Woran du nicht denkst, das ist für dich gerade nicht da. Also gedenke all der Menschen, Dinge und Wesen, die in deinem Leben sind! Sei dir ihrer bewusst – und ihr Wert entfaltet sich für dich. So einfach, wie das klingt, so hoch wirkungsvoll sind die Dankbarkeitsübungen.

Lass dein inneres Auge über all das schweifen, wofür du in deinem Leben DANKE sagen kannst, die kleinen wie die großen Dinge. Leg einfach los, liste es auf, innerlich! Vielleicht sogar schriftlich oder ins Mikro gesprochen. Lass es dabei nicht mechanistisch werden. EMPFINDE jeden Anlass, zu danken, SPÜRE, welches Gefühl dies in deinem Herzraum erweckt, ATME dieses Gefühl der Wertschätzung! Setz dich hin, schließ die Augen, und fang beim erstbesten an, das dir einfällt! Nimm dir dafür anfangs 10 bis 15 Minuten täglich Zeit. Wenn du die Wirkung der Übung spüren kannst, integriere sie in deinen Alltag. Lass Wertschätzung und Dankbarkeit deine stetigen Begleiter werden, wenn du den Tag beginnst, endest, und zwischendurch bei jeder begonnenen oder beendeten Tätigkeit.

Wenn du das Gefühl hast "Leck mich am A..., bei mir gibt's grad nichts zu danken!", heisst das, das irgendetwas sich sehr in den Vordergrund gedrängt hat und die Sicht versperrt. Lass dich nicht beschränken! Forsche weiter: Was ist eigentlich nicht selbstverständlich? Erinnere dich des albernen Witzes: "Drum lächle und sei froh – es könnte schlimmer kommen!" Wenn dir das ein Lächeln oder Schmunzeln abringt, hast du schon etwas von dem sichtversperrenden Stein beiseite gerollt. 

Die folgende Herzfokus-Meditation kann ausführlich, z.B. über 15 min praktiziert werden. Sie funktioniert aber auch in drei Atemzügen, zwischendurch im Alltag, immer wieder: Durchatmen, Spüren, Danken!

 

Herzfokus-Meditation

1. Atme
Atme tief durch: Atme ein, öffne den Mund weit und atme tief und völlig losgelassen aus. Wiederhole dies einige Male! Auch wenn Du wieder weniger tief und durch die Nase atmest, lass die Ausatmung frei und locker gehen. Sei eine Weile ganz bei deinem Atem! Wenn du abgelenkt bist, in Gedanken schon wieder woanders, komm wieder zurück zum Fühlen deines Atems.

2. Spür dein Herz
Fühle dich in den physischen Raum deines Herzens! Was spürst Du dort? Im Brustkorb, in den Lungenflügeln, im Herzmuskel: Wie fühlt es sich an, ganz konkret, ganz physisch? Oder, wenn es Dir schwerfällt, zu spüren, denke dich in diese Region, stell sie dir vor deinem inneren Auge vor.

3. Danke
Lass alles vor deinem inneren Auge erscheinen, wofür Du in deinem Leben danken kannst. 
... für dich selbst, deinen Körper und all seine offensichtlichen Möglichkeiten, im Alltag, im Yoga
... für dein Tun und Schaffen, für alle großen und kleinen Erfolge, für die du dich loben kannst.
... für die Menschen um dich herum, deine Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, ...
... für die Natur, die Sonne, die Atemluft, die Pflanzen, das Wetter ...
... dein Lebensumfeld, hier an diesem Ort leben zu dürfen
... oder: Einfach für diesen Moment der Stille 
... für alle Erfahrungen, die du machen darfst. 
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