Interpersonelle Achtsamkeit und Einsichtsdialog-Meditation in Weimar: Zwei Menschen sitzen sich gegenüber im aufmerksamen Dialog.

Bei dir selbst, und doch in Verbundenheit

Mit sich selbst allein sein und zu Ruhe, Entspannung und Klarheit finden können, ist eines der größten Geschenke, welche die Meditation uns macht. Andererseits sind Alleinsein und sich nicht gehört und gesehen Fühlen die größten Stressfaktoren für das menschliche Wesen – die Angst, ausgeschlossen zu sein.

Die angeleitete Dialog-Meditation und das zwischenmenschliche achtsame Mitteilen wirken an genau dieser Schnittstelle von Stille und Zugewandtheit, von Präsenz und Verbundenheit, von aufmerksamen Hören und Gehörtwerden. Du kannst einerseits ganz bei dir ankommen, und andererseits durch das achtsame Mitteilen und Zuhören in Verbindung mit einem anderen Menschen sein.

 

 

Dialog-Meditation – wie es funktioniert

Die Zwischenmenschliche Achtsamkeit funktioniert im wesentlichen im gemeinsamen Sitzen zu zweit. Nach einem Intro und genaueren Erläuterung der Methode beginnen wir mit einer gemeinsamen Meditation in der Gruppe. Dort kannst du in Ruhe bei dir selber ankommen. Im Anschluss finden sich Zweier-Paare, die sich gegenüber oder nebeneinander sitzen. In jeder Dialogrunde bist du einmal Sprecherin oder Sprecher, und einmal Zuhörer. Die Anleitung gibt dir darin einen sicheren Rahmen, sowohl zeitlich, und auch als Hilfe, worauf dabei zu achten ist. Nach jeder Dialogrunde (einmal Sprecher, einmal Zuhörer) gibt es ein gemeinsames Innehalten. In jeder Sitzung gibt es je nach verfügbarer Zeit zwei bis drei Dialogrunden.

Nach diesem Prozess findet sich die ganze Gruppe wieder zu einer gemeinsamen geführten Meditation und einer Phase der Stille zusammen. Die Stunde endet mit einer Abschlussrunde, in der jeder Erfahrungen aus der Meditation mitteilen darf – in dem Maße, wie er oder sie das möchte.

 

Struktur und Ausrichtung

Die Prinzipien der klassischen Meditation gelten natürlich auch für die Achtsamkeit im gegenseitigen Mitteilen: Dein Wesen kann mehr und mehr zu Ruhe kommen, wenn dein Verstand aufhört zu allzu viele Worte und Bilder zu produzieren. Die Anleitung erinnert dich daher immer wieder daran, zu bemerken, was in Körper, Gefühl und Geist vor sich geht, und lädt dich ein, dies konkret und kompakt zu benennen und deinem Gegenüber mitzuteilen. Die grundlegende Fokus-Richtung dabei ist, mehr ins Fühlen und unmittelbare Erleben zu kommen, und das Denken als solches zu erkennen und immer wieder los zu lassen.

 

Motivation – was es dir bringt

Neben den ganz basalen Instinkten wie Angst vor dem Sterben oder Hunger ist es heutzutage vor allem die Angst vor dem sozialen Ausgeschlossensein, die uns Menschen unter Stress setzt: Was denken die anderen bloß über mich? Bin ich angenommen so wie ich bin? Mögen mich die anderen noch, auch wenn ich dieses und jenes tue? Habe ich meinen Platz in der Gesellschaft? Bekomme ich von meinem Gegenüber, was ich mir wünsche? Je unbewusster wir über diese Ursachen von innerer Anspannung sind, desto mehr versuchen wir sie über Ersatzbefriedigungen zu kompensieren, mit Ablenkungen, Zerstreuung, Konsum, Medien, zu viel Arbeit …

Die Meditation hat nicht das Anliegen, diese menschlichen Regungen abzustellen oder loszuwerden. Vielmehr geht es zunächst darum, sich ihrer bewusst zu werden und ihnen dadurch ihre Vehemenz und Intensität zu nehmen. Die Meditation kann dir helfen, dich mit all diesen inneren Regungen selbst annehmen zu dürfen, so wie du bist. Unnötiges Stressverhalten und anstrengende Kompensationsversuche können dadurch losgelassen werden.

 

Warum es wirkt – Fokus und Mitgefühl!

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass psychologische Interventionen insbesondere dann wirksam sind, wenn sie in Gegenwart von anderen Menschen stattfinden. Gerade weil soziales Miteinander für uns so bedeutsam ist, liegt darin nicht nur ein Stresspotential, sondern auch eine Möglichkeit für Entspannung und innere Heilung. Vielleich hast du schonmal erlebt, dass ein mitfühlender Beistand und ein klärendes Gespräch mit einem vertrauten Menschen sehr viel hilfreicher war als stundenlanges alleine Sitzen und Meditieren? Die zwischenmenschliche Achtsamkeit möchte das Beste aus beidem miteinander verbinden: Klarer Fokus und menschliches Mitgefühl!

 

Vorbild: Die Einsichtsdialog nach Gregory Kramer

Diese Form von Interpersoneller Achtsamkeit, von Meditieren zu zweit oder zu dritt ist insbesondere durch Gregory Kramer unter dem Namen „Einsichtsdialog“ (Insight Dialogue) bekannt geworden. Gregory Kramer hat darin sechs Leitlinien formuliert:

Innehalten
Entspannen
Öffnen
dem Entstehen vertrauen
tief zuhören
die Wahrheit sagen

Von diesen sechs Leitlinien wirst du in der Anleitung durch die Dialogrunden getragen.

 

Die Erlaubnis, zu sein

Du bist eingeladen, dein Befinden, deine Wahrnehmung, dein Sein in der gegenwärtigen Situation zu erforschen und dich in dem Maße, in dem du dazu bereit bist, deinem Gegenüber in wenigen Worten mitzuteilen. Du darfst in deinem Mitteilen ganz authentisch und echt sein. Gleichzeitig holt dich die Anleitung immer wieder zurück in ein Innehalten, Wahrnehmen, Fühlen und Spüren, und erinnert dich an bestimmte Fokuspunkte (zum Beispiel die sechs Leitlinien).

Dieser Vorgang bietet Raum für Öffnung, Selbstauseinandersetzung, Klärung und Mitgefühl. Und doch ist es nicht die Absicht, zu Ergebnissen zu kommen. Innere Bewegungen dürfen wahrgenommen und wieder losgelassen werden. Themen die dich beschäftigen dürfen angesprochen, dann aber wieder in Bezug gebracht werden zum gegenwärtigen unmittelbaren Moment des Fühlens und Erlebens im Hier und Jetzt. Im Vordergrund steht nicht das Reden, sondern die Begegnung mit deinem Gegenüber und dir selbst.

 

Wie kann ich teilnehmen?

Termine zu Sitzungen mit dem Einsichtsdialog und der Zwischenmenschlichen Achtsamkeit mit Steffen in Weimar findest du bei den Ankündigungen unter Aktuelles.

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Yogastudio Steffen Katz
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